Tag 2 – Bangkok – Bootstour – Tempel – Skybar

Nach einer ausgeruhten Nacht, in der wir unseren Jetlag ausschlafen konnten, waren wir nun bereit für Bangkok. Der heutige Plan war es den Königspalast von Bangkok und den Tempel Wat Phra Khaeo zu besuchen. Durch die Medien erfuhren wir, dass wir womöglich keinen Zutritt in den Königspalast bekommen würden, da König Bhumibol Adulyadej, der am längsten amtierende König in der Geschichte Thailands, verstorben war. Trotzdem entschieden wir zum Palast zu gehen und schauen uns die Außenanlagen des Palastes an.

  

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Wir fuhren mit dem hoteleigenen Tuk Tuk zum Hafen und kauften uns fünf Tickets (je 1000 Baht) für eine einstündige Bootstour in einem Longtail-Boot auf dem Fluss Chao Phraya, das uns am Ende der Tour auch in der Nähe des Königspalastes außerplanmäßig aussteigen ließ. Während wir durch die Klongs fuhren, so werden die Kanäle in Bangkok genannt, bekamen wir auch einen Einblick in das Leben der Thais, die in den Häusern entlang der Klongs lebten.

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Einige Bewohner verkauften in ihren Booten Kleinigkeiten für den touristischen Alltag wie kleine Souvenirs, Obst, Wasser, etc, und verdienen damit ihren Lebensunterhalt.

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Aber auch an den Klongs sieht man glückliche Gesichter.

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Am Königspalast angekommen sahen wir überall Thais, die um ihren geliebten König trauern. Es waren unglaubliche Menschenmengen, die durch ihre schwarze Kleidungen ihre Anteilnahme zeigten, was bei 38 Grad im Schatten nicht einfach zu tragen war.

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Es waren nicht nur alte sondern auch sehr viele junge Thais, die zum Palast pilgerten, um ihren König die letzte Ehre zu erweisen. Als wir versuchten den Königspalast zu betreten wurde uns am Eingang mitgeteilt, dass Touristen ersten in zehn Tagen den Palast betreten dürften. Bis dahin haben nur Einheimische Zugang. Wir vermuteten, dass der verstorbene König noch im Palast aufgebahrt und deshalb für Fremde kein Zutritt gestattet wurde.

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Selbst der Himmel schien um den König von Thailand zu trauern

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Da wir den Palast nicht besuchen und unseren kulturellen Hunger damit nicht stillen konnten, entschieden wir kurzer Hand unseren körperlichen Hunger zu stillen in einem „Buffet-Restaurant“ – das von mehreren Thai-Mamas geführt wurde.

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Drei Thai-Mamas die unsere Teller mit ihren Köstlichkeiten befüllten.

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Es gab hier spicy Chicken-Curry, spicy Chicken-Bamboo, spicy Beef, diverses Gemüse (Gott sei Dank not spicy) und natürlich Reis. Wenn Thai-Mamas sagen little spicy, sollte man sich auf Schmerzen gefasst machen. Uns lief der Schweiß wie Regentropfen die Stirn herunter, weil das Essen viel schärfer war als „Little“. Wir versuchten die Schärfe mit karamellisiertem Ei und viel Reis zu neutralisieren, was teilweise auch half.

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Thai-Mamas Buffet-Restaurant (Ecke links)

Nicht nur wurde uns der Eintritt zum Königspalast verwehrt, sondern auch der anliegende Tempel Wat Phra Khaeo blieb für Touristen verschlossen. Somit schlenderten wir weiter durch die Hitze bis wir ein Tempel gefunden hatten, der für uns offen war. Während wir schlenderten erinnerte ich mich, dass Bangkok sehr viele Buddha-Statuen zu bieten hat, weswegen auch so viele Tempelanlagen errichtet wurden und die bekanntesten Statuen sind der liegende Buddha und der goldene Buddha. Und so machten wir uns auf die Suche nach den beiden Buddhas.

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Gleich in einem Tempel in der Nähe zum Königspalast (nicht Wat Phra Khaeo Tempel) sind wir in den ersten für uns Touristen zugänglichen Tempel eingebogen. Dieser Tempel nannte sich Wat Photharam, wird aber gerne Wat Pho genannt und wurde im 17. Jahrhundert errichtet.

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Die Tempelanlage war sehr weitläufig und es gab viele Buddhas und andere interessante Statuen zu sehen. Die Stimmung in der Anlage war recht ruhig und entspannt, obwohl sie gut besucht war. Während wir durch die Gänge und Innenhöfe schlenderten fiel uns die Information zu, dass der liegende Buddha sich auch in diesem Tempel befand. Jackpot !!

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Und kurz vor dem Ausgang, im letzten Gebäude den wir betraten, lag er – der liegende Buddha mit seinen 46 Meter Länge und 15 Meter Höhe.

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Birgit vor dem liegenden Buddha

Hinter dem liegende Buddha konnte man sich eine kleine Schüssel mit Münzen für 20 Baht kaufen. Ausgestattet mit den Münzen ging man entlang den an der Wand aufgestellt Schüsseln und legte in jede große Schüssel eine Münze. Was dieses Verteilen der Münzen auf sich hatte, haben wir bis heute nicht herausgefunden, jedoch erkannten wir einen meditativen Sinn dahinter, wenn keiner in der Reihe drängeln würde.

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Voller Zufriedenheit und absolut im Zen verließen wir Wat Pho Tempel und nahmen ein Taxi zurück zum Hotel. Auf dem Weg zum Hotel fuhren wir am Sky Tower vorbei und unser Taxifahrer teilte uns mit, dass es sich lohnen würde dem Dom mit der goldenen Kuppel auf dem Dach eines 64-stöckigem Hochhauses einen Besuch abzustatten. Schnell waren wir uns einig, dass wir uns im Sky Tower noch einen oder zwei Drinks gönnen wollten. Im Taxi fielen uns diese kleine Zeichen am Fenster auf, die dezent auf die Verhaltensregeln im Taxi hinwiesen.

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nicht gestattet sind Büffel, Waffen und Geschlechtsverkehr (v.r.)

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zum Nachmittagskaffee gab es für Birgit Himbeere-Schokokuchen mit Goldflöckchen

Nachdem wir uns im Hotel frisch und très-chique gemacht haben, nahmen wir diesmal die Metro MRT um an unsere Destination des Abends zu gelangen, die Sky Bar. Einstieg war die Haltestelle Sala Daeng und wir fuhren mit der Silom Line drei Stops weiter und stiegen in Samphan Thaksin aus. Da in Bangkok über acht Millionen Menschen leben und das Schienennetz noch nicht sehr ausgeprägt war, war sie deswegen auch recht überfüllt. Deshalb mussten wir uns anstellen um dann erst mit der zweiten Bahn, die kam, einsteigen zu können. Frank war von den ganzen Eindrücken etwas überwältig gewesen und hatte sich nicht mit uns angestellt, sodass zwei Thailänderinnen sich vor ihn in die Schlange gestellt hatten.

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Als die Thailänderinnen merkten, dass sie zwischen Frank und den Rest unserer Reisegruppe standen, ließen sie ihn in der Reihe zu uns aufrücken. Endlich kam die Bahn und wir stiegen ein. Wie es der Zufall so möchte war auch diese Bahn recht voll gewesen als sie einfuhr. Wir Fünf hatten gerade mal noch Stehplätze in der Metro gefunden. Die beiden netten Thailänderinnen, die Frank vorließen, mussten leider zurück bleiben. Trotz ihrer Situation behielten die beiden sympathischen Thailänderinnen ihren Humor und lachten mit uns.

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Nachdem wir die Metro verließen, mussten wir noch einige Meter laufen, an vielen duftenden Straßenrestaurants und interessanten Imbissen vorbei, bis wir sie endlich sahen…. die goldene Kuppel.

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Als wir am Tower ankamen, schien unten am Eingang alles etwas leer und düster. Es standen lediglich zwei kleine Sicherheitsmänner am Eingang zum Gebäude, die die Taschen durchsuchen wollten. Wir durchquerten das Erdgeschoss um an die Aufzüge zur Sky Bar zu gelangen und dabei ist uns aufgefallen, dass das Erdgeschoss bis auf ein paar kleine Ladenzeilen unvermietet erscheinte. Am Aufzug angekommen wurden wir dann von einer gut-gekleideten Thai-Dame im langen asiatischem Kostüm, die offenbar zur Sky Bar gehörte, begrüsst und nahm Frank den Rucksack ab, bevor wir in den Aufzug stiegen. Offensichtlich sind Rucksäcke nicht sittlich genug in der Sky Bar. Und auch das Filmen ist nicht erlaubt! Fotografieren hingegen ist gestattet.

Endlich kamen wir im 64. Stock an. Der Taxifahrer hatte uns nicht zu viel versprochen. Kaum angekommen waren wir absolut überwältig von der Aussicht, die uns von allen Seiten anbot. Die atemberaubende Aussicht wurde musikalisch von einer Jazzband begleitet was der Stimmung zusätzlich ein besondere chillige Note gab.

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Ursprünglich wollten wir den Sonnenuntergang von der Sky Bar aus beobachten, den wir leider verpasst haben. Als wir jedoch diese Aussicht bekamen, war der verpasste Sonnenuntergang schnell vergessen gewesen.

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Auf der Treppe verwiesen die Mitarbeiter auf ihre sehr höfliche Art die Besucher nicht zu lange auf der Treppe zu verweilen, da aufgrund der besonderen Aussicht auf Bangkok man die eine oder andere Stufe übersehen könnte.

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Auf dem Nachhauseweg hielten wir natürlich auch bei einen der Straßenstände an und hatten noch einen kleinen Snack. Heute wurde Tintenfisch mit einem scharfen grünen Dip, den Frank sehr mochte, Knoblauch-Schrimps und für Birgit das erste mal Wasserspinat mit Schrimps serviert.

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So ging unser zweiter Tag in Bangkok für uns zu Ende. Wobei im Hotel wieder angekommen wir uns noch an der Bar die Eindrücke Revue passieren ließen.

Diverse Anmerkung:

1. In der Sky Bar gibt es zwei „Terrassen“. Oben angekommen, wurden wir von vielen Frauen begrüßt. So viele, sodass wir schon gar nicht so richtig wahr nehmen konnten wohin wir liefen. Wir waren vom „Service“ so überwältigt, dass wir gar nicht mitbekamen, dass es zwei Terrassen gab. Sie führten uns zur kleineren Terrasse, wo wir „gezwungenermassen“ etwas bestellen mussten. Eigentlich ist man nicht verpflichtet etwas zu trinken. Doch wenn man die Aussicht sieht und man bleiben möchte, spürt man etwas Druck zu bestellen :). Die Cocktails bzw. Getränke waren sehr teuer. Für die Getränke (ein Bier und vier Cocktails und davon war nur einer mit Alkohol) kam am Ende eine Rechnung von 2700 Baht zusammen (ca.68 €).

Wir fragten dann, ob es noch eine andere Aussicht gäbe. Daraufhin führten sie uns zur großen Terrasse. Hier waren so viele Besucher, dass wir hier unter gingen. Wären wir hier zuerst hingeführt worden, hätten wir vermutlich nicht mal was getrunken.

2. Außerplanmäßige Bootsanlegestelle in der Nähe vom Königspalast: Dort mussten wir 25 Baht für das Anlegen bezahlen. Ich weiss nicht ob das so Rechtens war. Aber ich hatte das Geld bezahlt und damit war es gut.

3. Essen bei den Thai-Mamas: Das Essen hat 40 Baht gekostet (ca. 1 €).

4. Eintritt zum Tempel Wat Pho 100 Baht pro Person.

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